Massentierhaltung

campogeno und der einsiedler

ursprünglich veröffentlicht auf veganblog.de:
schweine
Stephan L. lebt von Fleisch. Jährlich mästet er rund 1.900 Schweine in einer konventionellen Mast auf seinem Hof. Vier Monate werden die Tiere dort gehalten, bis sie zur Schlachtung bereit sind. Einblicke in ein Leben im Dunkeln.

Der Raum ist in Dunkelheit und Stille gehüllt. Eine Neonröhre mit schwachem Licht lässt Holzdielen auf dem Boden erkennen. Stephan L. betritt den Raum. Der Gestank von Exkrementen umhüllt ihn. Er ist beißend und dominiert jeden anderen Geruch. Die Stille wird durchbrochen. Das Scharren auf Holzdielen, schnelle unregelmäßige Atemzüge, leises Quieken. Bewegung. Und dann: Ein lautes gleichmäßiges Röcheln. Es hallt an den Wänden wider und übertönt jedes andere Geräusch in dem Raum. „Da hat einer Husten“, sagt L. und knipst den Lichtschalter an. Er steht inmitten eines Raumes von rund 50 m² mit niedrigen gefliesten Wänden und einem schmalen Gang in der Mitte, den links und rechts Stahlgitter…

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