Saatgutdebatte

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Einen der aufregendsten Prozesse erlebe ich derzeit in der Saatgut- und Sortendebatte. Der erste Text aus der Bingenheimer Saatgut-AG flog ein, als ich 2008 einen Tag in São Paulo festsaß. ‚Cool!‘, schoss es mir durch den Kopf: ‚Genau die richtigen Fragen und Ansätze!‘ zur Lösung sehr handfester Probleme. Zum Beispiel:

1. im ökologischen Landbau werden samenfeste und damit nachbaufähige Sorten entwickelt (also z.B. eine Möhre die schmeckt). Das dauert viele Jahre – circa 15, manchmal länger – und verschlingt sehr viel Zeit und Geld. Selbiges wird bislang privat, durch Spenden und gemeinnützige Organisationen aufgebracht. Und alle Beteiligten wollen im Prinzip, dass dieses Saatgut/diese Sorte „frei“ bleibt – wie es bereits in den vergangenen 5000 Jahren gewesen ist. Saatgut soll niemandem gehören

Schließlich wurde schon gezüchtet, als das Konzept Züchtung noch gar nicht existierte. Aber die Welt verändert sich. Heute gehört alles irgendwem. Was also, wenn ein Konzern daherkommt…

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